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Informationen für Betroffene

In den folgenden Punkten möchten wir Ihnen Informationen bieten, die Sie in Krisensituationen eventuell brauchen können:
  • Was sind Krisen, wie entstehen sie und welche Chancen/Risken bieten sie?
  • Mit diesem Wissen können Sie vielleicht Ihre eigene Situation ein bisschen besser einschätzen und mehr Klarheit für einen nächsten Schritt entwickeln.


Vier Möglichkeiten für einen nächsten Schritt aus der Krise


1.) Kontaktieren Sie professionelle Helfer  <<hier klicken>>,
die immer wieder mit Krisen zu tun haben


2.) Oder wenden Sie sich Menschen zu, von denen Sie glauben,
dass sie Ihnen weiterhelfen könnten


3.) Falls Sie dazu nicht die Kraft haben, fragen Sie Freunde/
Verwandte/Bekannte um Unterstützung bei der Suche


4.) Wenn auch dies für Sie nicht möglich ist, wählen Sie
die Notrufnummern, von denen viele von 024 Uhr besetzt sind


Krisen – Chancen und Risken

Krisen sind ein Zeichen des Wandels. Krisen zu erleben, zu durchleben, in ihnen stecken zu bleiben – das ist in der menschlichen Entwicklung, im Leben normal.

Viele Krisen erleben wir als bedeutungsvoll für unser Leben, allerdings meist erst im Nachhinein. So wissen wir auf der einen Seite, dass in Krisen auch Chancen liegen, die unserem persönlichen Reifungsprozess gut tun, wo wir Grenzen überschritten haben, die uns zu neuen Fähigkeiten, neuen Möglichkeiten führten. Wir erleben uns dann gereift,  gewandelt, oft auch auf einer neuen Stufe der eigenen Entwicklung.

Auf der anderen Seite gibt es auch das Risiko.  Es kann ein Anfang von länger dauernden Schwierigkeiten, eventuell sogar von dramatischen Zuspitzungen sein. Krisen können Menschen sogar dazu bringen, ihr Leben zu beenden – weil sie keinen Ausweg mehr sehen.

Wenn wir länger in Krisen stecken bleiben – vorübergehend stecken zu bleiben, ist normal – brauchen wir Menschen, denen wir zutrauen, dass sie uns in dieser schwierigen Situation helfen können.
Wir brauchen Menschen, die bei dieser Situation intervenieren (wortwörtlich: dazwischen treten) können, sodass für den belasteten Menschen wieder neue Perspektiven und Entwicklungschancen entstehen können, vielleicht erst sichtbar werden.

Klassische Helfer sind Freunde und Verwandte.

Wenn die Krise jedoch zu belastend ist, braucht der betroffene Mensch externe professionelle Unterstützung von Psychotherapeuten, Ärzten, Psychologen oder Beratern. Hier gilt es gemeinsam mit dem Menschen, der in der Krise ist, ein Stück des Weges zu gehen und Schritt für Schritt Möglichkeiten zu erforschen, welche die Wiederherstellung des Vertrauens ins Leben und in die Mitmenschen begünstigen. Wie rasch und in welcher Form externe Unterstützung in Anspruch genommen wird, hängt sehr vom Bedürfnis des betroffenen Menschen und von der Art der Krise ab.

Krisenarten – Krisenentstehung

Es gibt Krisen der Veränderung, wenn Jugendliche erwachsen werden, bei Heirat, Elternschaft, Pension etc. Aber es geschehen auch Krisen, die Verlust und Trauer bedeuten: Tod eines Angehörigen, Auflösung einer Beziehung , Verlust des Arbeitsplatzes. Schlussendlich können auch traumatische Situationen (Gewalterfahrungen etc.) durch Einfluss von außen zu einem Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit führen. Das Burnout-Syndrom entsteht durch eine langanhaltende Belastung bzw. Überlastung  bis hin zur völligen Erschöpfung. Meist handelt es sich um ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren: institutionelle Rahmenbedingungen, Persönlichkeitsanteile (vorhandene Verletzbarkeit) und aktuelle berufliche und/oder private Belastungen.

D.h. der Mensch ist in der augenblicklichen Situation meist überraschend mit neuen, belastenden Ereignissen oder Lebensumständen konfrontiert, die seine bisherigen Lebensziele in Frage stellen.

Von einer (psychosozialen) Krise spricht man dann, wenn der Menschen das Gefühl hat, diese neue, belastende  Situation momentan mit seinen Fähigkeiten nicht bewältigen zu können. Es entstehen Gefühle der Angst, Überforderung, Hilflosigkeit und Bedrohung. Der Betroffene hat den Eindruck, das eigene Leben nicht mehr unter Kontrolle zu haben.

Diese Vorgänge führen zu einer Störung des seelischen Gleichgewichts und erschüttern das Selbstwertgefühl, die Identität. Der Großteil der vorhandenen Energie wird in Versuche der Problembewältigung investiert. Dadurch können die Herausforderungen des Alltags immer weniger bewältigt werden, was die Gefahr in sich birgt, dass zusätzliche Schwierigkeiten entstehen. Erfolgt keine rechtzeitige Unterstützung, können Selbstmordgedanken oder Gewalt- und Aggressionshandlungen die Folge sein. Längerfristig kann es zu Alkohol- und Medikamentenmissbrauch, psychosomatischen oder psychischen Störungen kommen.

Eine psycho-soziale Krise ist zeitlich begrenzt, meist auf einen Zeitraum von einigen Wochen bis maximal 3 Monaten. Der innere Ausnahmezustand ist so extrem, dass die Menschen mit allen Mitteln versuchen, in dieser Phase wieder in ein neues seelisches Gleichgewicht zu kommen.

In diesem Moment ergeben sich Chancen und Risken

Ziele der Krisenintervention

Krisenintervention soll Gefahren abwenden und den Betroffenen unterstützen, die Chancen der Krise zur Weiterentwicklung und Reifung zu nutzen.

Krisenintervention stellt primär Hilfe zur Selbsthilfe dar.

Im Zentrum von Krisenintervention stehen beratende und psychotherapeutische Gespräche. Medizinische und praktische Hilfen können aber ebenso erforderliche Bestandteile von Krisenintervention sein, wie die Einbeziehung von Angehörigen und Freunden in das Hilfsangebot.

Es ist fast immer sinnvoll, Menschen in Krisen Gelegenheit zu geben, sich auszusprechen. Die Kontaktaufnahme steht im Zentrum eines ersten Gespräches. Dem Betroffenen wird mit Respekt, Verständnis und Wärme begegnet, damit er sich angenommen fühlt und Hilfe akzeptieren kann.

  • Kurzfristige Ziele der Krisenintervention

    Erkennen von Gefährdung:  Die Verhinderung von negativen Entwicklungen, wie Selbstmordversuchen oder Gewaltanwendung
    Eine rasche Beseitigung von quälenden Symptomen der Krise, wie Angst, Schlaflosigkeit und Depression
  • Mittelfristige Ziele der Krisenintervention

  • Wiederherstellung des Selbstwertgefühls
  • Das Wiederherstellen eines Zustandes, in dem die Betroffenen ihren Alltag wieder bewältigen können
  • Finden und Erproben alternativer und konstruktiver Handlungsweisen

 

Die Krisenintervention ist zeitlich begrenzt.

 

 
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