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Mythos und Wirklichkeit

Mythos: Menschen, die über Suizid sprechen, tun es nicht.

Faktum: Menschen, die über Suizid sprechen, sind definitiv in großer Not. Dieses Verhalten kann oftmals Suizide bzw. Suizidversuche nach sich ziehen. Auch wenn Suizide schlussendlich nicht vollzogen werden, sind geäußerte Suizidabsichten Ausdruck einer großen Belastung, einer Krise, in denen Menschen höchstwahrscheinlich Unterstützung brauchen.


Mythos: Suizid passiert ohne Vorwarnung.

Faktum: Die meisten Menschen, die sich selbst töten, geben vorher Signale über ihre Absichten in Form von ausgesprochenen Gedanken oder Handlungen. In der Praxis geben rund acht von zehn Menschen, die Suizid begehen, vorher Signale, die aber meist erst im Nachhinein als solche erkannt werden.


Mythos: Menschen, die Suizid verüben wollen, sind absolut entschlossen, ihr Leben zu beenden – das kann man nicht verhindern.

Faktum: Die meisten Menschen sind unentschlossen und schwanken zwischen dem Wunsch zu leben und dem Wunsch zu sterben.  Für sie haben sich in der aktuellen Situation die eigenen Möglichkeiten so verengt (Tunnelblick), dass sie schlussendlich nur noch die eine Lösung sehen. In Wirklichkeit gibt es IMMER noch andere Möglichkeiten, die für diese Personen in diesem Augenblick nicht sichtbar sind. Die meisten Menschen hoffen auf Hilfe und Rettung. Sie wollen ein verändertes Leben mit weniger Schmerz und Verzweiflung. Die Sinnfrage ist ein zentraler Schlüssel zum Überleben.


Mythos: Suizid geschieht nur bei Reichen oder nur bei Armen.

Faktum: Suizide werden in allen Gesellschaftsschichten vollzogen,  wobei es natürlich Risikogruppen gibt, bei welchen die Häufigkeit höher ist.


Mythos: Suizidales Verhalten ist ein Zeichen von psychischer Krankheit.

Faktum: Suizidales Verhalten beeinhaltet ein tiefes Unglücks-Gefühl, muss aber nicht unbedingt eine psychische Krankheit zur Voraussetzung haben. Die Ursachen sind vielfältig und nicht auf einen einzigen Grund zurück zu führen. Tatsache ist, dass Menschen in dieser akuten Situation in einem psychischen Ausnahmezustand sind.


Mythos: Wenn ein Mensch einmal einen Suizidversuch gemacht hat, bleibt er sein ganzes Leben lang gefährdet.

Faktum: Suizidgedanken können zurückkehren, aber sie sind nicht permanent vorhanden, und es ist sehr gut möglich, dass sie nie wieder auftauchen. Mittels externer Unterstützung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass in zukünftigen Situationen mit diesem Thema besser umgegangen werden kann.


Mythos: Im Herbst gibt es mehr Suizide als sonst im Jahr

Faktum: Dieser Trend ist nicht feststellbar. Es gibt eher eine leicht steigende Tendenz im Frühjahr.


Mythos: Bei gewissen Mondphasen nehmen sich mehr Menschen das Leben.

Faktum: Laut Statistiken ist das nicht zutreffend.

 
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